„Schwarzbuch Wasser“ zum Zustand des Grund- und Trinkwassers

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„Schwarzbuch Wasser“ zum Zustand des Grund- und Trinkwassers

Die Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser hat ihre Übersichtsstudie zum Zustand des deutschen Grund- und Trinkwassers veröffentlicht. Das „Schwarzbuch Wasser“ fasst erstmals aktuelle gesamtdeutsche Daten zur Wasserverschmutzung mit Daten aus fünf Bundesländern zusammen und kontrastiert diese mit Zahlen aus Österreich.

Foto: Arcaion/Pixabay

Nach den aktuellen Angaben sind 36 Prozent der deutschen Grundwasserkörper in chemisch schlechtem Zustand. Jedes der betrachteten Bundesländer ist betroffen. Eine Hauptursache sind Nitrate: Bundesweit liegen im definierten „EUA-Nitratmessnetz“ 28,0 Prozent aller Grundwassermessstellen über dem derzeitigen gesetzlichen Nitratgrenzwert von 50,0 Milligramm pro Liter. Aber auch andere Stoffe tragen zum schlechten chemischen Zustand des deutschen Wassers bei: Bei 19,1 Prozent der erfassten Messstellen lassen sich Pestizide nachweisen, bei 46,6 Prozent sogenannte „nichtrelevante“ Pestizidmetabolite. Der Studie zufolge ist keines der untersuchten deutschen Fließgewässer noch frei von Medikamentenrückständen. In Österreich liegen dagegen zum Beispiel nur 8,6 Prozent der Messstellen über dem Nitratgrenzwert. Dies korreliert mit dem Ausbau des dortigen Ökolandbaus, so die Qualitätsgemeinschaft. Deren Vorsitzender Dr. Franz Ehrnsperger sagt: „Wir von der Qualitätsgemeinschaft setzen der zunehmenden Wasserverschmutzung deshalb unser Biomineralwasserkonzept entgegen: Als neues Reinheitsgebot für Wasser garantiert es mit strengen Grenzwerten den Verbrauchern nämlich schon heute kontrollierten Schutz vor Pestiziden und Co. und fördert als proaktives Wasserschutzkonzept gleichzeitig den agrochemiefreien Ökolandbau. Denn langfristiger Wasserschutz wird nur gelingen, wenn man das Problem konsequent an der Wurzel packt und den Eintrag von Schadstoffen in unsere Böden von Anfang an radikal unterbindet.“ Die Studie kann unter http://www.bio-mineralwasser.de/presse/ downloads.html heruntergeladen werden.