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Foto: StockSnap/Pixabay

MV nimmt am neuen EU-Programm für Schulernährung teil

Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt, nimmt den Weltmilchtag am 1. Juni 2017 zum Anlass, um darauf hin zu weisen, dass Mecklenburg-Vorpommern mit Beginn des Schuljahres 2017/2018 am EU-Schulernährungsprogramm teilnimmt.

„Das Programm fasst die bisherigen EU-Programme Schulmilch und Schulobst zusammen und sieht zudem einige Neuerungen vor. So können die Produkte künftig kostenlos an die Schulen abgegeben werden. Früher musste die Abgabe zu Teilen aus Elternbeiträgen finanziert werden“, erklärte der Agrarminister. Auch können über das neue EU-Schulernährungsprogramm pädagogische Begleitmaßnahmen unterstützt werden.

94 Schulen im Land erhalten nun die Information, dass sie an dem Programm partizipieren können. Zuvor hatte das Land alle Schulen mit den Jahrgangsstufen eins bis vier aufgerufen, sich bis zum 31. Januar 2017 um die Teilnahme am Programm zu bewerben. 130 Bewerbungen sind insgesamt eingegangen.

Die teilnehmenden Schulen werden zu Beginn des neuen Schuljahres einmal wöchentlich von drei Lieferanten mit frischer Milch ohne Zusätze sowie Obst oder Gemüse versorgt. Die Unternehmen haben sich im Vorfeld um die Auslieferung beworben. Auch von der Finanzierung pädagogischer Begleitmaßnahmen möchte das Land Gebrauch machen. Für die Koordination pädagogischer Angebote hat sich der Bauernverband MV bereit erklärt. Geplant sind Lehrangebote zu zwei Themenkomplexe: 1. Lernen am anderen Ort – „Lernen auf dem Bauernhof“ und 2. Ernährungsbildung in der Schule.

Foto: S. Hofschlaeger/Pixelio

Eltern wollen, dass Kinder Spaß an Ernährung haben

Laut der neusten repräsentativen Verbraucherstudie zum Thema „Snacking“ im Auftrag von Kerry Foods, stimmen 94 Prozent der Eltern der Aussage zu, dass eine gesunde Ernährung auch Spaß machen muss. Zudem ist der Geschmack für Eltern und Kinder wichtig.

Ernährung für Kinder – was ist dabei wichtig? Worauf achten Eltern bei Snackproduk-ten und deren Verpackung? Welche Snacks eignen sich bei Kindern für den regelmä-ßigen Konsum? Wie sieht die Zukunft von Snackprodukten aus? Und ganz wichtig: Was denken eigentlich die Kleinen darüber? Im Rahmen einer repräsentativen Befra-gung hat sich Kerry Foods, Hersteller des Kinderkäsesnacks Cheestrings, auf die Su-che nach den Antworten gemacht und ist auf überraschende Ergebnisse gestoßen.

Was ist bei der Ernährung von Kindern wichtig?

Eltern werden in Zukunft stärker auf eine gesunde Ernährung ihrer Kinder achten – dieser Aussage stimmen 68 Prozent aller Befragten eher oder voll und ganz zu. Bei den 35- bis 44-Jährigen, der aktuellen Eltern-Kernzielgruppe für Kinderprodukte in der Grundschule, liegt der Anteil mit 70 Prozent sogar noch leicht höher. Dass Molkerei-produkte und insbesondere Käse eine gesunde Ernährung bei Kindern unterstützen, davon sind ebenfalls 70 Prozent überzeugt. Wie wichtig der Geschmack ist, zeigen folgende Erkenntnisse: 93 Prozent sind der Meinung, dass Kindern eine gesunde Er-nährung auch schmecken sollte. Besonders auffällig: Der Spaß darf nicht zu kurz kommen. 92 Prozent sind der Meinung, dass eine gesunde Ernährung Kindern auch Spaß machen sollte.

Was ist Eltern bei Snackprodukten für Kinder wichtig?

Geschmack, Natürlichkeit und Qualität liegen hier weit vorn. 91 Prozent stimmen eher oder voll und ganz zu, dass Snacks für die Kleinen lecker sein müssen. Auch die Na-türlichkeit der Produkte ist wichtig, genauso wie deren Qualität (je 89 Prozent). Die Zielgruppe der 35- bis 44-Jährigen stuft den Geschmack (mit 89 Prozent) noch bedeu-tender ein als Qualität (87 Prozent) und Natürlichkeit (82 Prozent). Wenn es um Le-bensmittel für die Kinder geht, scheinen Kosten eine untergeordnete Rolle zu spielen. Nur 54 Prozent stufen den Preis eines Produkts als relevant ein. Setzen sich die Pro-banden die „Kinderbrille“ auf und beantworten die Frage, was bei Snackprodukten wichtig ist, aus der Sicht der Kleinen, sehen die Ergebnisse anders aus: Neben dem Geschmack, der mit 93 Prozent wie bei den Eltern ganz vorne landet, zählen Spaß (88 Prozent) und Abwechslung (84 Prozent).

Verpackung

Geht es um die Verpackung von Snacks, haben Eltern laut Studie genaue Vorstellun-gen, wie diese gestaltet sein sollen: Alle wichtigen Informationen müssen sichtbar be-ziehungsweise auf der Verpackung enthalten sein, damit stimmen 82 Prozent der Be-fragten eher bzw. voll und ganz überein. Große Zustimmung (84 Prozent) erfährt auch das Thema Convenience bei Verpackungen: Diese sollen so gestaltet sein, dass sie im Alltag praktisch zu handhaben sind. Bei Eltern findet die praktische Verpackung mit 86 Prozent sogar noch leicht mehr Zuspruch. Für Kinder ist es wichtig, dass ihnen die Verpackung Lust auf das Produkt macht (79 Prozent), gleichzeitig fühlen sie sich von einer „farbenfrohen Hülle“ angesprochen (74 Prozent).

Was ist der Snackfavorit?

Der Favorit setzt sich durch: 92 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass sich Obst und Gemüse am besten für einen regelmäßigen Snackkonsum bei Kindern eignen und greifen auch selbst (83 Prozent) gerne zu Frucht oder „Grünzeug“. Auf dem zweiten Platz für Kinder landet der Müsliriegel (54 Prozent) gefolgt vom Käsesnack (45 Prozent). Persönlich bevorzugen die Studienteilnehmer – nach Obst und Gemüse – Käse (38 Prozent) als regelmäßigen Snack, gefolgt von Müsliriegeln (36 Prozent) und Süßigkeiten sowie Wurst (je 26 Prozent).

Blick in die Zukunft

Snackprodukte werden in Zukunft gesünder (66 Prozent), natürlicher (65 Prozent) und praktischer (64 Prozent) sein? Das auch, aber vor allem werden sie nach Ansicht der Studienteilnehmer vielfältiger (71 Prozent). Dass Snackprodukte in Zukunft mehr für Vegetarier geeignet sein sollen, spielt trotz anhaltendem Vegetarier- und Flexitariertrend eine eher untergeordnete Rolle (48 Prozent).

Hintergrund zur Studie

Im Auftrag von Cheestrings hat Kantar Added Value im April 2017 eine repräsentative Befragung mit 549 Teilnehmern durchgeführt. Die Probanden der Studie waren zwischen 18 und 65 Jahren alt und wurden mit Hilfe von Online-Fragebögen mit fünfstufiger Likert-Skala interviewt. Unterschieden wurde nach Geschlecht, Alter, Haushaltsgröße, Befragte mit eigenen Kindern, Probanden, die mit Kindern in einem Haushalt leben und Teilnehmern, die häufig im Kontakt mit Kindern stehen.

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Neues Institut für Kinderernährung am MRI in Karlsruhe

Anlässlich der Amtseinführung des neuen Präsidenten des Max Rubner-Instituts (MRI), Herrn Prof. Dr. Pablo Steinberg, am 19. Mai 2017 in Karlsruhe hat Bundesernährungsminister Christian Schmidt die Einrichtung des neuen Instituts für Kinderernährung am Max Rubner-Institut in Karlsruhe bekannt gegeben.

Das neue Institut für Kinderernährung wird ein interdisziplinär arbeitendes Fachinstitut des Max Rubner-Instituts (MRI) sein, das aus einem naturwissenschaftlichen und einem sozialwissenschaftlichen Forschungsbereich bestehen wird. Bei der Erfüllung seiner Aufgaben wird das neue Institut eng mit den anderen Fachinstituten des MRI zusammenarbeiten, insbesondere mit dem Institut für Ernährungsverhalten sowie dem Institut für Physiologie und Biochemie der Ernährung.

Das Institut wird das komplexe Zusammenwirken sozialer, psychologischer und physiologischer Einflussfaktoren auf die Prägung von Ess- und Trinkgewohnheiten von Kindern und Jugendlichen untersuchen. Zusammen mit dem Forschungsschwerpunkt Ernährungsmonitoring des MRI-Instituts für Ernährungsverhalten soll ein Schwerpunkt bei der Erforschung des Ernährungsverhaltens von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gebildet werden. Weiterhin sollen eine ernährungsphysiologisch fundierte Basis für die Beurteilung des Ernährungsstatus von Kindern und Jugendlichen geschaffen sowie Empfehlungen für die Ernährung dieser Zielgruppen erarbeitet werden.

Das Nationale Referenzzentrum für die Echtheit und Integrität der Lebensmittelkette am MRI und seine zentrale Koordinierungsstelle in Kulmbach sowie das neue Institut für Kinderernährung am MRI in Karlsruhe werden zur weiteren Profilierung des MRI beitragen.

Zur Eröffnung des Instituts erklärt Bundesminister Schmidt: „Das MRI ist eine international anerkannte wissenschaftliche Institution, deren objektive, wissenschaftsbasierte Entscheidungshilfen für die Politik in Ernährungsfragen unverzichtbar sind. Ich freue mich, dass wir mit dem neuen Präsidenten, Prof. Dr. Pablo Steinberg, einen ausgewiesenen und vielseitig versierten Wissenschaftler im Bereich Ernährung und Lebensmittel für das MRI gewonnen haben. Das ist eine Stärkung der wissenschaftlichen Expertise des MRI. Mit der Ernährung in der Kindheit legen wir den Grundstein für unser gesamtes späteres Leben. Schwerpunkte meiner Ernährungspolitik sind deshalb die Verbesserung der Ernährungsbildung bei Kindern sowie höhere Qualitätsstandards bei Kita- und Schulessen. Mit dem neuen Institut für Kinderernährung beim MRI in Karlsruhe verbessern wir die wissenschaftliche Basis für Kinderernährung. Das Institut soll das Ernährungsverhalten untersuchen und ernährungsphysiologisch fundierte Empfehlungen für die Ernährung von Kindern und Jugendlichen liefern. Die Frage guter, ausgewogener Ernährung müssen wir bereits im Kindesalter klären. Das Herumdoktern an den Symptomen falscher Ernährung im Alter ist nur die zweitbeste Alternative.“

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Lichtenauer macht Schule in Sachsen

Die Projektzeit von „Trinken im Unterricht“ der Lichtenauer Mineralquellen startete Mitte Mai 2017 an drei Schulen im Landkreis Bautzen, denn regelmäßiges Trinken leistet einen wichtigen Beitrag zur gesunden körperlichen und geistigen Entwicklung von Kindern.

Mit der Aktion will der sächsische Mineralbrunnen sowohl die Schüler als auch deren Lehrer, Eltern und Großeltern für ein gesundes und ausgewogenes Trinkverhalten sensibilisieren. Die Schulen hatten sich im Vorfeld für das Projekt „Lichtenauer macht Schule – Trinken im Unterricht“ beworben. „Mit den Inhalten ihrer Bewerbung und ihren kreativen Ideen haben diese drei Schulen gegenüber den anderen herausgestochen und wurden dementsprechend von der Jury ausgewählt“, erklärt Paul K. Korn, Geschäftsführer von Lichtenauer Mineralquellen, und ergänzt: „Die Ludwig-Richter-Schule Oberschule Radeberg überzeugte mit sehr kreativen Zeichnungen – das waren Comics, oder auch Vorschläge für neue Werbesprüche für Lichtenauer. Die Grundschule Wiesa bei Kamenz reichte ein Video mit einem selbstgedichteten Rap-Song ein. Eine Präsentation der Sorbischen Grundschule Radibor zeigte, wie sich die Schule bereits im Rahmen des Ganztagsprogramm mit gesunder Ernährung auseinandersetzt.“

Fünf Wochen lang können nun die knapp 596 Heranwachsenden während des Unterrichts nach Belieben Lichtenauer Mineralwasser trinken. Vor allem in den Sommermonaten sind Kinder körperlich und geistig stark gefordert – Hitze, Hausaufgaben und viele Hobbys. In dieser Zeit sollten gerade auch die Lehrer ganz besonders auf ein gesundes Trinkverhalten ihrer Schüler achten: „Nur wenn der Körper ausreichend mit Flüssigkeit versorgt ist, werden die Gehirn- und Muskelzellen so mit Sauerstoff versorgt, dass die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit auf einem konstant hohen Niveau bleibt“, erklärt Prof. Petra Lührmann, Ernährungswissenschaftlerin von der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd.

Zum Start in die Projektwochen erkundete die Diplom-Ökotrophologin Brigitte Schulz, die auch für den Verband Deutscher Mineralbrunnen tätig ist, gemeinsam mit den Schülern in einem Erlebnisparcours allerhand Wissenswertes rund um das Thema gesunde Ernährung mit Mineralwasser. Die Ernährungswissenschaftlerin vermittelte anschaulich und experimentell in verschiedenen Stationen Informationen zu einer gesunden Trinkernährung. Darüber hinaus konnten die Sprösslinge ihre Geschmacksnerven erproben und erfahren wie Mineralwasser entsteht. Inwiefern sich das Mineralwasser-Trinken im Unterricht tatsächlich auf das Befinden oder gar die Leistungen der Schüler auswirkt, soll eine Umfrage unter den Schülern zeigen. Die Ergebnisse werden am Ende der Projektzeit präsentiert. Dann wartet auch noch eine weitere Überraschung: Da zu einem gesunden Lebensstil außerdem ausreichend Bewegung gehört, spendet Lichtenauer zusätzlich den Gewinnerschulen neue Sportgeräte im Wert von insgesamt 6.000 Euro.

Das Unternehmen führte bereits 2011, 2013 und 2015 das Projekt erfolgreich an nunmehr insgesamt acht sächsischen Schulen durch. Über 3.000 Schülerinnen und Schüler tranken dabei insgesamt 58.500 Liter Mineralwasser – mit messbarem Erfolg. Eine Umfrage unter den Heranwachsenden zeigte nicht nur, dass nahezu jeder zweite während der Aktionswochen mehr Flüssigkeit zu sich genommen hatte. Viele Schüler stellten zudem eine Steigerung ihrer Aufmerksamkeit, der grundlegendfen Konzentration sowie des Reaktionsvermögens fest.

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Leitlinien für die Schulverpflegung in Bayerns Schulen

Ernährungsminister Helmut Brunner will, dass in Bayerns Schulen mehr Gerichte aus regionalen und saisonalen Produkten auf den Tisch kommen. Dazu hat der Minister jetzt eigens Leitlinien für die Schulverpflegung erarbeiten lassen.

Die Leitlinien sollen den Verantwortlichen als Orientierungshilfe für ein rundum gelungenes Essensangebot dienen. „Ausgewogene und abwechslungsreiche Gerichte, frisch zubereitet aus regionalen und saisonalen Zutaten, müssen auch für unsere Schüler zur Selbstverständlichkeit werden“, sagte Brunner in München. Gerade den Schulkantinen komme in Sachen Ernährungsbildung eine immer wichtigere Rolle zu, denn: „Gutes Essen trägt nicht nur zum Erhalt der Leistungsfähigkeit bei, es prägt auch die Esskultur, die Wertschätzung für Lebensmittel und das Ernährungsverhalten“, so der Minister. Laut Brunner essen in Bayern täglich fast 250 000 Kinder und Jugendliche in den Schulen zu Mittag.

Die neuen Leitlinien wurden von Ernährungsexperten und erfahrenen Praktikern gemeinsam erarbeitet. „Ziel war es, die Leitgedanken von Gesundheit, Genuss, Qualität sowie regionaler und saisonaler Herkunft möglichst realistisch, praktikabel und bezahlbar in den Schulküchenalltag umzusetzen“, so der Minister. Sie sollen am 15. Mai bei einem Fachkongress in München erstmals vorgestellt. Um sie landesweit den Verantwortlichen für die Schulverpflegung zu erläutern, sind im Juni und Juli zudem acht regionale Fachtagungen geplant. Künftig wird auch das erfolgreiche Coaching-Projekt Schulverpflegung auf die neuen Leitlinien ausgerichtet. Detailinformationen zu den neuen bayerischen Leitlinien und den Veranstaltungen sind im Internet unter www.ernährung.bayern.de zu finden.

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Neue Regeln für Schulmilch und Schulobst

Weniger Geld aus Brüssel zwingt zum Handeln: Künftig gibt es nur noch 4,7 Millionen statt bisher 7,5 Millionen Euro EU-Mittel für Obst und Gemüse.

„Immer mehr Länder beteiligen sich, wie Baden-Württemberg, an den EU-Programmen zu Schulmilch und Schulfrucht. Da die Fördertöpfe in Brüssel begrenzt sind, bleibt auch für das Land weniger übrig. Deshalb müssen wir unseren Fokus ändern und werden diesen auf Grundschul- und Kindergartenkinder richten“, sagte die Staatssekretärin für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, am 18. April 2017 in Stuttgart. Mit dem neuen EU-Schulprogramm, das die Komponenten Milch sowie Obst & Gemüse zusammenfasse, könnten rund 250.000 Kinder an Grundschulen, Kindergärten und Kindertagesstätten in den wöchentlichen Genuss von Obst und Gemüse kommen. Rund 86.000 Kinder könnten künftig zusätzlich eine Portion Milch, Joghurt, Käse oder Quark bekommen.

„Wir kalkulieren mit zwei Portionen Obst oder Gemüse und einer Portion Milch pro Kind und Schulwoche, die in den mitwirkenden Einrichtungen an die Kinder kostenfrei abgegeben werden können. Damit legen wir einen guten Grundstein für das Wissen um eine gesunde und ausgewogene Ernährung“, erklärte die Staatssekretärin. Auch gehe es darum, den Wert heimischer und hochwertiger Produkte zu vermitteln, was so auch durchaus in den Unterrichtsinhalten stärker verankert werden soll. Dazu werde das Land freiwillige Fortbildungsangebote für Grundschulkräfte anbieten. Gleichwohl liege die Hauptverantwortung für eine gute Ernährung der Kinder bei den Eltern. Der Staat wolle und könne sich nicht in diese Verantwortung einmischen. „Wir möchten mit der Umsetzung des EU-Schulprogramms im Land niemanden bevormunden. Unser Ziel ist es, Akzente zu setzen, die Möglichkeiten des EU-Förderprogramms zu nutzen und damit die Diskussion um die Vorteile einer ausgewogenen Ernährung in den Mittelpunkt der Gesellschaft und in die Familien hinein zu rücken“, betonte Gurr-Hirsch.

Bei Obst und Gemüse auf bewährten Strukturen aufbauen – Milch geht in Testphase

„Unser EU-Schulfruchtprogramm hat sich in den vergangenen Jahren zum Erfolgsmodell entwickelt. Bei der Schulmilch hingegen betreten wir mit dem neuen EU-Schulprogramm Neuland. Nach einer Testphase von rund zwei Jahren werden wir überprüfen, ob es Verbesserungsmöglichkeiten gibt“, sagte die Staatssekretärin. Während sich die EU bislang lediglich mit einem kleinen Cent-Betrag an jeder Schulmilchtüte beteiligt habe, werde nun Milch, Quark oder Joghurt kostenfrei an die Schüler abgegeben. Bei Schulmilch liege der Fördersatz zum Einstieg bei rund 85 Prozent der Nettokosten, den Rest müssten Sponsoren übernehmen. Auch bei der Schulfrucht werde am bewährten Sponsorenmodell festgehalten. Die Förderquote liege hier bei 75 Prozent der Nettokosten.

Der neue Umgang mit Schulmilch sei vereinzelt auf Kritik gestoßen. „Baden-Württemberg setzt bei seinem EU-Schulprogramm auch auf Regionalität. Wir sind mit den Molkereien im Land im Gespräch. Auch bietet das neue Schulprogramm für kleinere Regionalvermarkter gute Chancen. Ich bin zuversichtlich, dass wir auch unter neuen Spielregeln eine Lösung im Sinne unserer Kinder finden“, betonte die Staatssekretärin. Die Kritik rühre vor allem daher, dass in Baden-Württemberg künftig keine gezuckerten und aromatisierten Milchprodukte mehr gefördert würden.

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Große Resonanz auf EU-Schulprogramm in Sachsen

Kinderkrippen und Kindergärten sowie Grund- und Förderschulen der Klassenstufe 1 bis 4 in Sachsen können sich seit dem 31. März 2017 für die Teilnahme am EU-Schulprogramm und der damit verbundenen Lieferung von kostenlosem Obst, Gemüse sowie Milch und Joghurt bewerben.

Das Programm stößt insgesamt auf eine sehr gute Resonanz. Für den Bereich Milch übertreffen die vorliegenden Bewerbungen bereits jetzt das zur Verfügung stehende Mittelvolumen. Daher muss das Bewerbungsverfahren für den Programmteil Milch geschlossen werden. Die bereits vorliegenden Bewerbungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt und die teilnehmenden Einrichtungen im Mai auf der Internetseite www.schulobst-milch.sachsen.de veröffentlicht. „Damit noch mehr Kinder von einer Extraportion Milch, Obst und Gemüse profitieren können, habe ich mich auf der Agrarministerkonferenz Ende März in Hannover für eine Aufstockung der EU-Fördermittel für das Schulprogramm ausgesprochen“, so Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt. „Ziel ist es, so viele Kinder wie möglich an ein gesundes Ernährungsverhalten heranzuführen. Milch sowie Obst und Gemüse sind wichtige Bestandteile der täglichen Ernährung.“

Für den Bereich Obst und Gemüse, der mit einem höheren Mittelvolumen ausgestattet ist, können weiter Bewerbungen abgegeben werden. Interessierte Grund- und Förderschulen sollten sich schnell bewerben. Wenn das zur Verfügung stehende Mittelvolumen ausgeschöpft ist, muss auch dieses Bewerbungsverfahren geschlossen werden.

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Kinder lernen ökologisch zu handeln

Das „Haus der kleinen Forscher Netzwerk Region Stuttgart“ wird künftig Pädagogen in Kindertagesstätten und Kindergärten auch für das Thema Nachhaltigkeit in der frühkindlichen Bildung sensibilisieren. Dies erfolgt im Rahmen des bundesweiten Projekts „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE).

Für die Erprobungsphase wurde gezielt das „Haus der kleinen Forscher Netzwerk Region Stuttgart“ ausgesucht. Erzieherinnen und Erzieher in der Region Stuttgart können damit bereits in diesem Jahr Fortbildungen besuchen und Tipps, Informationen und Materialien rund um das Thema „Nachhaltige Entwicklung“ erhalten. Die Erprobung läuft in bundesweit 30 Netzwerken. Deutschlandweit stehen diese Weiterbildungen nach und nach ab 2018 zur Verfügung.

In den Seminaren erfahren Pädagoginnen und Pädagogen, wie sie globale Zusammenhänge und Zukunftsfragen mit Kindern erforschen können. Sie erhalten Broschüren und Arbeitsmaterialien, die sowohl fundierte Hintergrundinfos zu Nachhaltigkeit und BNE als auch konkrete Praxisideen für den Alltag aufzeigen. Für Führungskräfte in Kindertagesstätten und Kindergärten gibt es spezielle Workshops und Materialien mit Tipps und Anregungen, um ihre Einrichtung nachhaltig weiterzuentwickeln. Die Fortbildungen zum Thema BNE stellen eine Ergänzung des bisherigen Workshopangebots zu Naturwissenschaften, Mathematik und Technik dar.

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) hat das Ziel, Menschen zu motivieren und zu befähigen, die Welt im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zu gestalten. Nachhaltig zu handeln bedeutet, verantwortungsvoll zu handeln und auch an die folgenden Generationen zu denken. Neben dem Umweltschutz gilt es auch die Wirtschaft und das Zusammenleben nachhaltig zu gestalten. Alles, was wir tun, hat Auswirkungen auf andere Menschen und auf die Natur. Das zu erkennen, ist ein wichtiges Ziel der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Mädchen und Jungen erwerben Kompetenzen, um unsere komplexe Welt zu erforschen und mitzugestalten.

Das „Haus der kleinen Forscher Netzwerk Region Stuttgart“ ist Teil der deutschlandweiten Bildungsinitiative und wird getragen von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart und Südwestmetall (Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg).

Weitere Informationen zum „Haus der kleinen Forscher“ sowie Termine der neuen BNE-Fortbildungen und alle Workshop-Termine stehen im Internet unter www.stuttgart.ihk.de/hdkf und unter www.haus-der-kleinen-forscher.de. Informationen zum Bildungskonzept gibt es unter www.bne-portal.de.

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Jetzt bewerben und Schulverpflegung mitgestalten

„Schule auf EssKurs“ geht in die nächste Runde. Alle Schulen aus Niedersachsen können sich für die Teilnahme bewerben. Einsendeschluss ist der 30. Juni 2017.

Ziel des Programms ist es, Schülern eine attraktive, gesundheitsförderliche und abwechslungsreiche Mittags- und Pausenverpflegung anzubieten. Bewerben können sich ab sofort alle niedersächsischen Schulen, die ihr Verpflegungsangebot verbessern möchten. Wer den Prozess erfolgreich durchläuft, wird von der Verbraucherzentrale Niedersachsen mit einem Sternesiegel ausgezeichnet.

„Eine ausgewogene Ernährung bildet die Basis für ein gutes Lernergebnis und fördert die Gesundheit der Schüler“, erklärt Kathrin Bratschke, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Schulen, die ihre Essensverpflegung verbessern möchten, können sich jetzt für die Teilnahme am Programm „Schule auf EssKurs“ bewerben. „Dafür sollte ein internes Team, das sich möglichst aus unterschiedlichen Akteuren zusammensetzt, ein individuelles Maßnahmenpaket für die Projektlaufzeit von rund neun Monaten entwickeln“, sagt Bratschke. Voraussetzung für eine Teilnahme ist, dass ein Qualitätsaspekt des Mittagessens verbessert wird. Weitere Schwerpunkte können individuell gewählt werden – etwa die Zwischenverpflegung, die Getränke-versorgung, die Raumgestaltung, der Lärmpegel oder die Wartezeiten an der Essensausgabe. Die formulierten Ziele und Maßnahmen müssen in einem Planungsbogen erfasst und bis zum 30. Juni 2017 bei der Verbraucherzentrale eingereicht werden.

Die ausgewählten Schulen werden zum Ende der Sommerferien über die Teilnahme informiert und können zum Schuljahresstart gleich mit der Umsetzung beginnen. Unterstützt werden sie von erfahrenen Fachkräften der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Auch können Fortbildungen besucht und Informationsmaterialien genutzt werden. Ein Fachgremium wertet die Ergebnisse am Ende der Projektlaufzeit aus. Alle erfolgreichen Schulen werden bei der Abschlussveranstaltung im Juni 2018 mit „EssKurs-Sternen“ ausgezeichnet. Die Bewerbungsunterlagen sowie weitere Informationen sind unter www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/schule-auf-esskurs abrufbar.

Foto: Sodexo

FOOD4U-Schulrestaurant in Bergen

„Power für junge Leute!“ verspricht das moderne Verpflegungskonzept FOOD4U von Sodexo, das die Schüler und Lehrer in der neuen Schulmensa am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium in Bergen seit dem 6. März 2017 genießen können.

Mit ausgewogener Ernährung, bestem Geschmack und Qualität sowie Rücksicht auf die Umwelt präsentiert sich FOOD4U. Die Schüler erwartet eine vollwertige Mittagsverpflegung mit einer vielseitigen Auswahl, saisonalen Angeboten und frischen Zutaten. Unter den täglich frisch gekochten Gerichten gibt es auch jeden Tag mindestens eine vegetarische Alternative sowie ein Gericht, das von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zertifiziert ist. Flexible Foodmodule für die Zwischen- und Mittagsverpflegung, wie etwa „SNACK4U“, „FOOD2GO“, 2DAILY4U“, „BALANCE4U“ und „VEGE4U" ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern das Essensangebot individuell zusammenzustellen.

Dank einer modernen Umsetzung, klarer Kommunikation und einer flexiblen Essensauswahl können sich die Jugendlichen über noch mehr Genuss, Freude und Wohlbefinden in ihren Essenspausen freuen. Dabei können die Schülerinnen und Schüler die Beilagen, Salat und den Nachtisch nach Lust und Laune am Buffet zusammenstellen. Aber auch Power für Zwischendurch ist garantiert, mit attraktiven Snacks und Getränken in der Cafeteria zum Mitnehmen – schön angerichtet und präsentiert.

Themenbezogene Aktionen peppen die Pause regelmäßig auf und sorgen zusätzlich für Abwechslung und immer wieder neue Geschmackserlebnisse. Außerdem wird Wissen zu Ernährung und Umwelt an die Jugendlichen weitergegeben. Das Thema „bewusster Umgang mit der Umwelt“ wird aufgegriffen, indem verstärkt auf umweltfreundliche Verpackungen gesetzt und durch entsprechend markierte Behälter den jungen Menschen die Mülltrennung näher gebracht wird.

Auch in Sachen Kommunikation ist die Schulmensa up-to-date. Über die „So hAPPy“-App von Sodexo können die Schüler und Eltern ihr Essen per Mobiltelefon bestellen und auch abbestellen, Feedback geben und sich über Themen rund um Ernährung informieren. Neun Monate mussten sich die Schüler, Lehrer und Eltern gedulden bis die neue Mensa feierlich eröffnet wurde. Begleitet von Anfang an wurde das Projekt von Sodexo: von der Bauplanung bis hin zur Konzeption der Räumlichkeiten war der Marktführer im Schulcatering in Deutschland beratend involviert und konnte von Beginn an die Weichen stellen, so dass die Schulmensa nun in einem modernen Look und in einladender Atmosphäre mit 220 Plätzen erstrahlt.